Startseite

Erste Projektgruppensitzung „Alter Messplatz“

Zur ersten Projektgruppensitzung „Alter Messplatz“ kamen am Dienstag (5. September 2017) sieben Vertreter der örtlichen Hotellerie, Vertreter IHK, der Stadt, des Stadtmarketingvereins und aller Gemeinderatsfraktionen im Rathaus zusammen. Moderiert und geleitet von Julia Bubbel, Projektleiterin der Firma Imakomm Akademie aus Aalen, ging es in dieser ersten Sitzung darum, gemeinsam das Arbeitsprogramm und weitere Vorgehen für die von der Stadt beauftragte Untersuchung zur Auswirkung eines möglichen Hotelprojekts mit ca. 110 Zimmern auf dem Alten Messplatz festzulegen.

Gleich zu Beginn waren alle Teilnehmer aufgerufen, ihre persönliche Einschätzung zu Vorteilen und Risiken des Projekts darzulegen. Als mögliche Chancen wurden unter anderem die städtebauliche Aufwertung des Platzes, die Stärkung des Hotelangebots in Schwetzingen sowie die zusätzlichen Übernachtungsgäste genannt, die wiederum Kaufkraft in die Innenstadt brächten. Als Risiken wurde vorrangig ein möglicher Preiskampf zu Ungunsten der bestehenden Hotels, dem damit verbundenen Verdrängungswettbewerb sowie der Verlust der ebenerdigen Parkplätze benannt. Ein neuer großer Wettbewerber im direkten Umfeld bringt Ängste bei der vorhandenen, deutlich kleineren Konkurrenz mit sich.

Oberbürgermeister Dr. René Pöltl erläuterte einführend seine Überlegungen zur Zukunft des Alten Messplatzes als letzter städtischer Entwicklungsfläche. Von ihr müsse idealerweise ein positiver Impuls für die weitere Aufwertung der Innenstadt ausgehen. Hier böte ein Hotel, das ein zusätzliches Angebot liefern soll, möglicherweise eine gute Chance, die ergebnisoffen diskutiert werden müsse.

Aus der Runde der Teilnehmer wurden Vorschläge für das weitere Verfahren aufgenommen. So wurde angeregt, auch größere Unternehmen in Schwetzingen zu ihrer Einschätzung und ihrem Bedarf zu befragen. Von SMS wurde angeregt, einen übergreifenden Termin für die Mitglieder im Stadtmarketing durchzuführen. An die Hoteliers gerichtet betonten Vertreter der Fraktionen, dass noch nichts entschieden und der Prozess völlig offen sei. Die zu erarbeitende Expertise zur Standortansiedlung eines Hotels bilde eine wichtige Grundlage. Da sei man sehr gespannt. Sie stelle aber nur einen Baustein in der Kette der Entscheidung zur Bebauung des alten Messplatzes und der daraus resultierenden Folgen dar. So gelte es auch städtebauliche Aspekte, Nutzungsalternativen und auch die möglicherweise sehr hohen Kosten einer Tiefgarage genauer zu betrachten, um endgültig entscheiden zu können.

Auch für Peter Markert, Geschäftsführer der Imakomm Akademie, ist völlig klar, welch besondere Bedeutung der Alte Messplatz für die Innenstadt als Potenzialfläche habe. Dies habe man schon 2009 erkannt, als man den Stadtmarketingprozess betreuen durfte, und werde dies bei der Prüfung sorgfältig beachten. Allerdings sei es heute wichtig, dass alle Chancen geprüft werden müssen, wolle man die Wettbewerbsfähigkeit der Innenstädte erhalten und langfristig steigern. Das könne nicht alleine die Gastronomie und der Einzelhandel leisten. Hier muss es weitere attraktive Angebote geben, um die Innenstadt kleiner und mittlerer Städte in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld zu beleben. 

Weiteres Vorgehen

In den nächsten Wochen möchte Imakomm alle für die Expertise relevanten Daten zusammenstellen. Dabei geht es nicht nur um Zahlen und Erhebungen. Es wird es auch vertiefende Expertengespräche und Befragungen zu Chancen und Risiken des Projekts mit unterschiedlichen Gruppen in der Stadt geben. Dazu gehören Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie, aber auch Multiplikatoren wie die Schwetzinger Festspiele, Schlossverwaltung sowie die Fachhochschule mit Justizakademie. Demnächst wird es auch ein Pressegespräch geben. Im Oktober wird die Projektgruppe ein zweites Mal tagen. Dann soll ein öffentlicher Termin folgen. Alle Ergebnisse werden in die Gesamtbeurteilung einfließen. Sie wird voraussichtlich im November vorliegen.