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Thema Konversion: Wie wünschen sich die Bürger die weitere Entwicklung?

Die Stadt hat jetzt die 33 eingegangenen Fragebögen abschließend ausgewertet, und somit ein erstes Meinungsbild zur zukünftigen Entwicklung der Kasernengelände erhalten.

Thema Konversion: Wie wünschen sich die Bürger die weitere Entwicklung?

Wunsch der Bürger nach Beteiligung spürbar / Viele Vorschläge zur zukünftigen Nutzung

Im vergangenen November hatte die Stadt zu einer ersten Infoveranstaltung zum Thema „Künftige Entwicklung Tompkins Barracks und Kilbourne Kaserne" eingeladen. Zahlreiche interessierte Bürger/innen waren gekommen und hatten sich direkt nach der Veranstaltung mit einem Fragebogen Rückmeldung gegeben. Am vergangenen Dienstag fand eine zweite Infoveranstaltung in Kooperation mit dem Naturschutzbund Baden-Württemberg statt, die das Natur- und Landschaftsschutzgebiet „Hirschacker" zum Thema hatte und ebenfalls ausgesprochen gut besucht war.

Die Stadt hat jetzt die 33 eingegangenen Fragebögen abschließend ausgewertet, und somit ein erstes Meinungsbild zur zukünftigen Entwicklung der Kasernengelände erhalten. Von den Veranstaltungsteilnehmern gab es überwiegend positive Reaktionen zur Art der Veranstaltung und zu deren Informationsgehalt. Die Mehrzahl fand sich nach den Veranstaltungen gut informiert, bekundete aber gleichzeitig ein starkes Interesse daran, auch zukünftig kontinuierlich durch Veranstaltungen über den aktuellen Stand der Planungen informiert zu werden. Einzelne Stimmen wünschten auch Informationen per E-Mail und über die städtischen Internetseiten, ebenso wie eine stärkere Einbindung der Bürger durch Meinungsumfragen, Bildung von Fachgremien aus der Bürgerschaft, moderierten Wokshops zum Thema und ein Blick auf die Nachbarkommunen Heidelberg und Mannheim als Beispiele, was machbar sein könnte.

„Die Veranstaltungen haben deutlich gemacht, dass es in der Schwetzinger Bürgerschaft ein großes Interesse an der Entwicklung der Kasernengelände gibt", freut sich Oberbürgermeister René Pöltl. „
Die Rückmeldungen haben uns auch gezeigt, dass es den Bürgerinnen und Bürgern um eine kontinuierliche Information und Beteiligung geht, und nicht so sehr um die Art, wie genau diese Form der Beteiligung aussehen soll."

Konkrete Vorschläge zur weiteren Nutzung durch die Bürgerinnen und Bürger

Auch zur weiteren Nutzung der beiden Kasernenflächen gab es zahlreiche konkrete Vorschläge und Wünsche, wobei Mehrfachnennungen möglich waren. Weitgehend einig waren sich die Bürger bei der künftigen Entwicklung der Kilbourne Kaserne. Hier wünscht sich die Mehrzahl eine Wohnnutzung, mit Abstand gefolgt von Freizeit- und Sportangeboten. Immerhin sieben Personen wünschen sich hier, das Gelände gar nicht weiterzunutzen, sondern zu renaturieren. Unter anderem auf dem Wunschzettel stehen Flächen für den Natur- und Tierschutz, eine Freizeitnutzung mit Grillgelände, Spiel- und Bolzplatz aber auch eine Bibliothek oder ein kleiner universitärer „Campus". Gerade die direkte Nachbarschaft zum Stadtteil Hirschacker und eine mögliche Anbindung an die dortige Infrastruktur macht das Gelände für die Wohnnutzung attraktiv. Hier ist ein hohes Interesse auch aus dem Stadtteil selbst zu spüren.
Bei den Überlegungen für die großen Tompkins Barracks gingen die Vorstellungen erwartungsgemäß schon weiter auseinander. Hier spielt die Wohnnutzung eine klar untergeordnete Rolle. Der Wunsch nach Sport- und Freizeitflächen und Kultureinrichtungen gewinnt hier knapp vor der Ansiedlung durch Gewerbe und Dienstleister. Ein Bürger regte an, die Pfaudler Werke hierher umzusiedeln, um dadurch freiwerdende Flächen in der Innenstadt nachverdichten zu können. Eine Person wünschte sich die Ansiedlung eines Outlet-Centers. Auch kam die Anregung, ein Studentenwohnheim und eine Jugendherberge hier anzusiedeln oder Platz für Vereine, Clubs und Gastronomie zu schaffen. Immerhin zwei Personen konnten sich auch für die Ansiedlung von Forschungsunternehmen begeistern. Interessante Überlegungen gab es auch zu sozialen Themen. Etwa den Bau eines Mehrgenerationenhauses und / oder gemeinschaftlicher Wohnformen oder die Errichtung eines ganzen Dorfes für Demenzkranke.

Sollte – wie erwartet – die Kilbourne Kaserne schon in den nächsten Wochen geräumt werden, will die Stadt schon möglichst bald Gelegenheit zu einer Begehung geben und dann gemeinsam mit dem NABU Aspekte des dortigen Naturraums aufzeigen.
Die Stadt dankt allen Bürgern, die mittels Fragebogen Rückmeldung zum Thema Konversion gegeben haben und nimmt auch weiterhin noch Anregungen und Überlegungen auf. Alle Details der Auswertungen sind in unten stehender Auflistung einsehbar.

Weiterführende Links und Informationen: