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Spargelstadt

Von Ende April bis Johannis (24. Juni) locken die lokalen Restaurants mit Köstlichkeiten rund um den berühmten Schwetzinger Spargel.

Spargelstadt

Spargelkönigin Janine I. (Bild: Tobias Schwerdt)

"Bis Johanni - nicht vergessen - sieben Wochen Spargel essen!"

Von Ende April bis Johannis (24. Juni) locken die lokalen Restaurants mit Köstlichkeiten rund um den berühmten Schwetzinger Spargel.
Das königliche Gemüse, Mitte des 17. Jahrhunderts erstmals im Schwetzinger Schlossgarten angebaut und einst der kurfürstlichen Tafel vorbehalten, kann heute täglich frisch vom Feld, auf dem Spargelmarkt, in den Hinterhöfen der Schwetzinger Altstadt oder direkt von den Spargelhöfen erworben werden.

Geschichte des Spargelanbaus

Schauen wir zunächst ins Frankreich des 17. Jahrhunderts: wie bei so Vielem setzte auch König Ludwig XIV. auf dem Gebiet des Spargelanbaus den grundlegenden Impuls.
Er ließ in Versailles Spargel anpflanzen, um fortan die königliche Tafel mit dem Gemüse zu veredeln, das schon in der Antike als besonderer Leckerbissen galt. Der Pfälzer Kurfürst Karl Ludwig wollte dieser Liebhaberei nicht nachstehen, und ließ ab 1668 das „weiße Gold“ in seinem Gemüsegarten auf dem Areal des Jagdschlosses in Schwetzingen anbauen. Kurfürst Carl Theodor, der das Schloss in eine prachtvolle Sommerresidenz verwandelt hatte, ließ den Spargel um die Mitte des 18. Jahrhundert bis zu seinem Wegzug nach München (1778) kultivieren.

Renaissance des Spargelanbaus

Spargelspitze (Bild: Tobias Schwerdt)

Es sollte einige Jahrzehnte dauern, bis Gartendirektor Johann Michael Zeyher im Jahre 1820 den Anbau von Spargel im Schwetzinger Schlossgarten wieder aufleben ließ. Von nun an folgte die zweite Blüte des Spargels in Schwetzingen, die bis heute fortwährt. Zeyher und seine Nachfolger verfeinerten zunehmend die Qualität. Nachdem bereits 1853 die weltweit erste Spargelgenossenschaft gegründet worden war, wurden ab 1870 Großkulturen angelegt, zeitgleich begann das Exportgeschäft.

Spargel als Konserve

Max Bassermann gründete 1875 die gleichnamige Konservenfabrik, die sich auf das Konservieren von Spargel spezialisiert hatte. Damit war der ganzjährige Genuss des königlichen Gemüses für weite Bevölkerungsschichten garantiert. 1894 fand der erste Spargelmarkt statt und die erste Spargel-Ordnung wurde niedergeschrieben.

Neuzüchtungen und Siegeszug zu Anfang des 20. Jahrhunderts

Dem Hofgärtner des Schwetzinger Schlossgartens, Gustav A. Unselt, und seinem Nachfolger Franz Böhne gelangen ab 1899 die geschmackreichen Züchtungen „Schwetzinger Meisterschuss“ und „Lucullus“. Nach Kurfürst Karl Ludwig im 17. Jahrhundert, Kurfürst Carl Theodor im 18. Jahrhundert und Johann Michael Zeyher im 19. Jahrhundert führten Bassermann, Unselt und Böhne Schwetzingen im beginnenden 20. Jahrhundert zu einer weltweiten Geltung, die sich in den Bezeichnungen „Hauptstadt des Spargels“ und „Spargelmetropole“ widerspiegelt.

SPARGELHIGHLIGHTS 2018


SO., 08. April, 14.30 Uhr
Sonderführung " Mit der Spargelfrau durch den Schlossgarten", Treffpunkt: Ehrenhof

DO.,19. April - SO.,  24.Juni
Kunstprojekt der 3. Grundschulklassen und weiterführenden Schulen zum Thema Spargel, Palais Hirsch, Schlossplatz 2

DO., 19. April, 11 Uhr
Vernissage, Kunstprojekt der 3. Grundschulklassen und weiterführenden Schulen zum Thema Spargel, Palais Hirsch, Schlossplatz 2

DO., 19.April -  SO., 24. Juni
"Spargel to go - Das begehbare Kochbuch" , Ausstellung im öffentlichen Raum, Durchgangsweg Dreikönigstraße / Schlossplatz

DO., 19. April, 16.30 Uhr
Vernissage,"Spargel to go - Das begehbare Kochbuch", Ausstellung im öffentlichen Raum, Durchgangsweg Dreikönigstraße / Schlossplatz

DO., 19.April - SO., 27. Mai
" 350 Jahre Spargel. Labour of Love" - Fotografien von Marie Preaud, Palais Hirsch, Schlossplatz 2

DO., 19.April, 18 Uhr
Vernissage, " 350 Jahre Spargel. Labour of Love" - Fotografien von Marie Preaud, Palais Hirsch, Schlossplatz 2

SA., 21. April, 14.30 Uhr
Offizieller Spargelanstich, Spargelhof Renkert, Allmendsand 3

SO., 22. April, 10.15 Uhr
9. Schwetzinger Spargellauf

SO.,  22. April - SO., 22. Juli
Ausstellung "Franz von Lenbach und die Schönen seiner Zeit", Karl Wörn Haus, Museum der Stadt Schwetzingen 

SO., 22. April, 11 Uhr
Vernissage zur Ausstellung "Franz von Lenbach und die Schönen seiner Zeit", Karl Wörn Haus, Museum der Stadt Schwetzingen

SA., 05. Mai, 10 - 23 Uhr:
Spargelsamstag, Innenstadt

SA., 05. Mai, 12 Uhr bzw. 15 Uhr
Begehbares Kochbuch „Spargel to go“, Durchgangsweg Dreikönigstraße/Schlossplatz

SA., 05. Mai, 15 Uhr
Führung - Unterwegs mit der Spargelfrau, Vorplatz der kath. Kirche St. Pankratius, gegenüber Touristinformation

DO., 10. Mai, 17 Uhr
Vortrag " Kleine Geschichte des Spargels - oder: wie kam das kurfürstliche Gemüse nach Schwetzingen?" Karl Wörn Haus, Museum der Stadt Schwetzingen 

DO., 10. Mai - SO., 13. Mai
Kabinettausstellung  " Lust (machen) auf Spargel", Karl Wörn Haus, Museum der Stadt Schwetzingen

FR., 11. Mai, 17 Uhr:
Stich den Spargel - Workshop zum Spargelstechen, Spargelhof Schuhmacher, Im Forst 2

SO., 13. Mai, 14.30 Uhr
Sonderführung " Mit der Spargelfrau durch den Schlossgarten", Treffpunkt: Ehrenhof

SO., 13. Mai, 11 - 17 Uhr
Internationaler Museumstag, Karl Wörn Haus, Museum der Stadt Schwetzingen

FR., 25. Mai, 17 Uhr
Stich den Spargel - Workshop zum Spargelstechen, Spargelhof Spilger, Allmendsand 5

SA., 16. Jun., 15 Uhr
Neubürger Radtour, "Spargel meets Neubürger und Alteingessene" , Treffpunkt Spargelfrau / max. Teilnehmer: 40 Pers.

SO., 17. Jun., 14.30 Uhr
Sonderführung " Mit der Spargelfrau durch den Schlossgarten", Treffpunkt: Ehrenhof

SA., 10. Nov. - SO., 10. Feb.
Ausstellung " 350 Jahre Spargelanbau in Schwetzingen",  Karl Wörn Haus, Museum der Stadt Schwetzingen

SA., 10. Nov. , 18.30 Uhr
Vortrag " Motiv Spargel" , Karl Wörn Haus, Museum der Stadt Schwetzingen

Weiterführende Informationen



Ansprechpartner

Frau Dr. Barbara Gilsdorf
Kulturreferentin
Telefon: (0 62 02) 87-137
Fax: (0 62 02) 87-138
Gebäude: Hebelstraße 1
Raum: 110

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