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Sonderausstellung: "Die Welt um 1500 – Aufbruch und Wandel"

Das Karl-Wörn-Haus, Museum der Stadt Schwetzingen zeigt bis zum 12. Januar 2020 zum sechsten Mal in Zusammenarbeit mit den Kurpfälzer Figurenfreunden eine eindrucksvolle und lebendige Modellfigurenausstellung. Das diesjährige Thema lautet „Die Welt um 1500 – Aufbruch und Wandel“.
Entsprechend liegt der Fokus der Ausstellung auf den welthistorisch bedeutsamen Ereignissen und Entwicklungen, die sich im Zeitraum zwischen 1450 und 1550 ereigneten. Hierfür wurde eine große Zahl an Modellfiguren aller Größen, Materialien und Formen, die in dieser Konstellation noch nie gezeigt wurden, von Sammlern aus ganz Deutschland, Frankreich und England zusammengetragen.
 

Der kaiserliche Feldhauptmann Reichsritter Franz von Sickingen stellt dem Humanisten und Dichterfürsten Ulrich von Hutten seinen Landsknechtshaufen vor. Foto: Volker Ziegler

In der ersten Abteilung geht es um die kulturellen und gesellschaftlichen Umwälzungen, die sich um 1500 in Europa abspielten. Namhafte Künstler der Renaissance wie Leonardo da Vinci, Michelangelo, aber auch bedeutende deutsche Künstler wie Albrecht Dürer sind hier bei ihrer Arbeit zu sehen. Die von Deutschland ausgehende Reformation unter Führung Martin Luthers wird ebenso dargestellt wie das Alltägliche des damaligen Lebens: Handel und Handwerk, das bunte Treiben der Gaukler, das mühselige Dorfleben wie auch das Dunkel der Hexenprozesse und die drakonischen Bestrafungen dieser Zeit finden Eingang in die Präsentation.

 

Zechende Landsknechte im Wirtshaus. Foto: Sönke Maier

Die zweite Abteilung handelt von den militärischen Veränderungen in dieser Epoche. Die mittelalterlichen Ritterheere wurden zunehmend von den Fußtruppen der Schweizer, der Burgunder oder durch deutsche Landsknechte verdrängt. Kondottiere und Feldherren bestimmten immer mehr die Kampfweise auf den blutigen Schlachtfeldern dieser Zeit; zudem gewann das Geschützwesen (Artillerie) an Bedeutung.

Der Inkakönig auf einer Inspektionsreise durch sein Reich. Foto: Harald Bäuchl

In der dritten Abteilung geht es mit den wagemutigen Seefahrern auf große Entdeckungsfahrt zu bisher unbekannten Kontinenten und fernen Ländern. Kolumbus landete in Amerika, Hernán Cortés eroberte das Aztekenreich und Francisco Pizarro das Reich der Inka in Peru. Bunte Szenen des Lebens in Japan und Indien ergänzen das Bild einer weiten, unbekannten Welt. Aber auch das große Reich der Mitte, das Weltreich China wird angemessen dargestellt; Gleiches gilt für die legendäre Seidenstraße.

Führungen und Öffnungszeiten

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitkatalog, der für 10 Euro erhältlich ist.
Gezielte Gruppenführungen sind auf Anfrage möglich, Telefon 06202/87-468, und E-Mail: info@schwetzingen-museum.de
Die Ausstellung läuft bis zum 12. Januar 2020 und ist donnerstags und freitags von 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet.
 

Kostenlose öffentliche Führungen finden am 17. Oktober 2019, am 14. November 2019, am 12. Dezember 2019 und am 9. Januar 2020, jeweils um 18:30 Uhr, statt. Um vorherige verbindliche Anmeldung  per Telefon oder E-Mail wird  gebeten.
Begleitprogramm:

19. Oktober 2019, 17 bis 18 Uhr
„Samurai-Krieg – vor und nach der Ankunft der Europäer in Japan“
Vortrag von Werner David
17. November 2019, 11 bis 12 Uhr
"Zinnfiguren als Spiegelbild der Kunst- und Kulturgeschichte? Ein kritischer Blick"
Vortrag von Sönke Maier
10. Januar 2020, 18.30 bis 21.30 Uhr
Textilien um 1500: Handspinnen für Anfänger (Erwachsene)
Praxisworkshop von Linda Obhof
Achtung: Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen begrenzt. Eine verbindliche Anmeldung per Telefon oder E-Mail ist Voraussetzung für eine Teilnahme am Workshop.

Weitere Informationen:

"Die Welt um 1500 – Aufbruch und Wandel"

Das Museum der Stadt Schwetzingen zeigt bis 12. Januar 2020 in Zusammenarbeit mit den Kurpfälzer Figurenfreunden eine Modellfigurenausstellung. Das Thema lautet „Die Welt um 1500 – Aufbruch und Wandel“.