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Die Karlsruher Straße wird nach dem Umbau lange Zeit Ruhe haben

Jetzt sind durch den Umbau aber erst einmal Lärm und Umwege angesagt / Baustelle ist bereits im zweiten Bauabschnitt angekommen / Wenn alles so gut weiterläuft sind die Bauarbeiten im August 2021 fertig

Gute Nachrichten von der Großbaustelle zum Umbau der Karlsruher Straße: Die Arbeiten laufen planmäßig und sind im Zeitplan. Die Baustelle befindet sich seit Mitte Juni bereits im zweiten Bauabschnitt. Zeit für eine Baustellenbesichtigung mit Oberbürgermeister Dr. René Pöltl, den Verantwortlichen im städtischen Bauamt und bei den Stadtwerken Schwetzingen für die Vertreter der Presse. Denn „eigentlich wollten wir in jedem Bauabschnitt für die Anlieger/innen und Bürger/innen eine Baustellenbegehung anbieten“, so Oberbürgermeister Dr. Pöltl. In Zeiten von Corona sei die Stadt hier aber vorsichtiger, so dass jetzt den Medien eine besondere Rolle bei der Information der Bürger/innen über die Baumaßnahme zukomme. Den anwesenden Journalisten wurde die Baustelle daher im Detail erläutert.

Im zweiten Bauabschnitt wird viel an der Infrastruktur der Straße gearbeitet

Der jetzige zweite Bauabschnitt ist mit ca. 90 Metern Länge ein eher kleiner Abschnitt. Er beginnt auf der Mitte der Tiefgaragenzufahrt und endet beim Sanitätshaus Schuh. Während das Sanitätshaus und die Ärzte weiterhin nur von Süden aus anfahrbar sind, hat sich mit dem zweiten Bauabschnitt die Zufahrt zur Tiefgarage geändert. Diese ist nunmehr wieder über den Schlossplatz von Norden her anzufahren. Die Stadtwerke erneuern im zweiten Bauabschnitt auf ca. 35 Metern die Gashauptleitung. Um sechs Gashausanschlüsse zu erneuern bzw. umzuhängen, wurde extra eine Gasnotleitung verlegt. Der Geschäftsführer der Stadtwerke Dieter Scholl betonte die Vorzüge, des gemeinsamen Bauens mit der Stadt. Wenn die Straße schon auf sei, dann mache es natürlich Sinn, gemeinsam zu bauen, anstatt in ein paar Jahren die Straße erneut aufzureißen. Denn die Stadt verbreitert in der ganzen Straße den Hauptsammelkanal. Dadurch kann der Kanal z.B. bei einem Starkregenereignis mehr Wasser aufnehmen. Der neue Kanal ist eiförmig, damit auch bei wenig Wasserstand das Wasser immer in Bewegung bleibt und sich – gerade im Hochsommer - keine unangenehmen Kanalisationsgerüche bilden. Zudem werden die Häuser an die Kanalleitungen angeschlossen und es wurden Leerrohre – unter anderem vorbereitend für einen möglichen Breitbandausbau – gelegt. Die dauernde Zufahrt zur Tiefgarage zu gewährleisten, ist der neuralgischste Punkt in den ersten beiden Abschnitten. Zumal einigen Anwohner/innen, die durch die Baumaßnahme gerade nicht an ihre Parkplätze kommen, zum Ausgleich Parkmöglichkeiten in der Tiefgarage von der Stadt angeboten wurden. Um die Zufahrbarkeit der Tiefgarage sicherzustellen, habe die Baufirma Wolff & Müller extra einen Zweitkanal gelegt, erläutert der mit der Bauüberwachung beauftragte Bauingenieur Adolf Eiling. Das sei eine ungewöhnliche Maßgabe auf Baustellen, die die Firma jedoch sehr professionell und kooperativ gemanagt habe. Auch mit der AVR wurden gute Lösungen zur Müllabholung gefunden und die Busumleitung habe sich eingependelt. Leider fahre trotz ausführlicher Beschilderung am Schlossplatz immer noch der ein oder andere fälschlicherweise in die Straße und müsste dann vor der Baustelle wenden, aber solche Probleme gebe es bei jeder Baustelle.

Die Straße wird durch die Neugestaltung eine ganz andere Aufenthaltsqualität bekommen

Den ersten ca. 140 Meter langen Bauabschnitt zwischen Schlossplatz und Tiefgarage habe man sehr gut hinbekommen, so Pöltl. Bereits sichtbar sei der deutlich schmalere Straßenverlauf und der schöne neue Gehwegbelag mit dem so genannten „Schwetzinger Stein“. Dieser habe den schon vom Schlossplatz und der Carl-Theodor-Straße bekannten hellen Farbton. Warum die Firma Kronimus den Stein nach der Stadt benannt habe konnte zwar niemand gesichert beantworten, sicher ist aber, dass er auch der Karlsruher Straße einen ganz neuen Charakter geben wird. Gemeinsam mit dem schmaleren Straßenzuschnitt wird die Straße nicht nur optisch dazu gewinnen – auch die Fußgänger und Radfahrer werden eine neue Aufenthaltsqualität erhalten. „Mit der schmaleren Fahrspur für Autos und Busse versuchen wir den Verkehr in unserer Stadt anders zu ordnen“, erklärt der Oberbürgermeister den verkehrlichen Ansatz. Das werde ein Quantensprung für die Straße.

Baumaßnahme ist eine Investition in die Zukunft

Oberbürgermeister Dr. Pöltl dankte den Verantwortlichen im Bauamt, bei den Stadtwerken und der Planungsfirma Eiling Ingenieure für die gute und durchdachte Planung der einzelnen Bauabschnitte. Man sei in jedem der sechs Abschnitte in der Lage, sich auf die unterschiedlichen Abschnitte und Bedürfnisse der Anlieger einzustellen. „Mit dem zweiten Bauabschnitt sind wir schon weit in der Straße drin, nach dem dritten Bauabschnitt haben wir dann schon das kritischste Stück hinter uns“, freute sich Pöltl. „Ganz viel passiert ja derzeit im Untergrund. Diese Arbeiten an der Infrastruktur sind hinterher zwar weitgehend unsichtbar, kosten aber sehr viel Geld. Jetzt hoffen wir, dass wir danach für Jahrzehnte nicht mehr unter die Erde müssen und die Karlsruher Straße lange Zeit Ruhe haben wird!“