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Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten der Stadt Schwetzingen

Schloss

Schloss, Fotograf: T. Schwerdt

Das barocke Ensemble der Sommerresidenz des 18. Jahrhunderts bildet auch im heutigen Schwetzingen das Zentrum. Nach den Zerstörungen des Vorgängerbaus im 30jährigen und im Pfälzisch-Orléanschen Erbfolgekrieg initiierte Kurfürst Johann Wilhelm den Wiederaufbau als barocke Residenz. Die Anlage erlebte ihre Blütezeit als Sommerresidenz des kunstsinnigen Kurfürsten Carl Theodor (1724-99), der das Schloss ab 1748 weiter

Schlossgarten

Schlossgarten, Fotograf : T. Schwerdt

Ehrenhof und Schlossgebäude bilden das Entrée zum prachtvollen Schlossgarten, der ein einzigartiges Beispiel für einen spätbarocken Garten in ursprünglicher bzw. authentisch restaurierter Form ist. Entlang der zentralen Barockachse entfaltet sich auf 72 Hektar Fläche ein kreisrundes, französisches Gartenparterre, dem sich Rokoko-Kabinette und Partien im Stil des englischen Landschaftsgartens anschließen. Die Gestaltung erfolgte ab 1748 nach Entwürfen der Gartenarchitekten Johann Ludwig Petri, Nicolas de Pigage und Friedrich Ludwig Sckell.
 
Der Schlossgarten enthält zahlreiche Gartenarchitekturen, wie z. B. eine Gartenmoschee (I), das Badhaus (II), Der Apollotempel mit Heckentheater (III) und die Orangerie (IV). Daneben beherbergt er drei museale Einrichtungen: Die „Gartendokumentation“ im südlichen Zirkel gibt Auskunft über die einzelnen Partien des weltberühmten Gartens (V). Wissenswertes über die historische Gartenpflanzung ist in der Orangerie zu entdecken. Das so genannte „Lapidarium“ präsentiert einen Großteil der originalen Gartenskulpturen des 18. Jahrhunderts (IV). Ein Museum für historische Gartengeräte im angrenzenden ehemaligen Gärtnerhäuschen vervollständigt den Überblick über die Gartengeschichte (VI).
 
 

Schlossplatz

Schlossplatz, Fotograf: T. Schwerdt

Hofbaumeister Alessandro Galli da Bibiena schuf ab 1752 mit der Anlage des Marktplatzes (später Schlossplatz) eine Verbindung zwischen Schloss, dem Schwetzinger Ober- und Unterdorf. Als südliche Begrenzung entstand nach Plänen von Artilleriemajor L’Angé eine Kaserne für die kurfürstliche Leibgarde zu Pferde. Nach 1778 wurde der Komplex in fünf Wohnhäuser aufgeteilt. Seit 2016 bereichert die Skulptur des „Glücksschweins“ (Peter Lenk) den repräsentativen Platz, den zahlreiche Restaurants und Cafés säumen

Basis Palatina

Basis  Palatina: Carl- Theodor- Straße , Fotograf: T. Schwerdt

Kurfürst Johann Wilhelm ließ vom Ehrenhof des Schlosses aus eine geradlinige Allee nach Heidelberg anlegen. Die von Maulbeerbäumen gesäumte Allee wurde ab 1748 unter Kurfürst Carl Theodor das bestimmende Element für die barocke Umgestaltung der Sommerresidenz und der „Neuen Stadt“. Sie verläuft direkt vom Königstuhl (Heidelberg), über den Schwetzinger Schlossgarten - teilweise als Sichtachse - bis zur Kalmit, der höchsten Erhebung des Pfälzer Waldes. Diese Achse diente Hofastronom Christian Mayer als Grundlinie zur Vermessung der Kurpfalz (Basis Palatina).

Palais Rabaliatti

Palais Rabaliatti: Schlossplatz 4 ,  Fotograf: T. Schwerdt

Hofbaumeister Franz Wilhelm Rabaliatti erbaute 1755 das Barockhaus für eigene Zwecke. 1782 erstand es Reichsgraf von Bretzenheim. 1802 kam es in Besitz des kurfürstlichen Hofbeamten Sigismund Zeller. Nach dem Übergang der rechtsrheinischen Kurpfalz an Baden (1803) wurde das Palais zum „Amtshaus“ und Sitz des Badischen Bezirksamtes Schwetzingen. Seit 1931 befindet es sich in Privatbesitz.

Palais Hirsch

Palais Hirsch:  Schlossplatz  2,         Fotograf: T. Schwerdt

Das 1748/49 erbaute Gebäude am damals neu angelegten Marktplatz bewohnte Jesuitenpater Seedorf, der Erzieher und Beichtvater des jungen Kurfürsten Carl Theodor. In Folge nutzten die Staatsminister Freiherr von Zettwitz und Graf Christian Reichsgraf von Oberndorff das Gebäude. Ab 1818 war es als Gasthof und Hotel „Goldener Hirsch“ in Privatbesitz. Heute dient es als städtisches Gebäude für repräsentative Zwecke.

Alte Mälzerei

Alte Mälzerei der Schwanenbrauerei: Carl-Theodor-Straße 7/9, Fotograf: T- Schwerdt

In dem etwa 1755 erbauten Anwesen befand sich bis 1895 das Stammhaus der Schwanenbrauerei Kleinschmitt AG (1731 - 1978), sowie deren Gastwirtschaft und Bierbrauerei „Weißer Schwan“. Nach Verlegung des Brau- und Verwaltungssitzes an den Neuen Messplatz wurde an das Gasthaus angrenzend eine Mälzerei (Carl-Theodor-Straße 9) erbaut, wovon die unter Denkmalschutz stehende Malzdarre mit dem charakteristischen hohen Dunstschlot Zeugnis ablegt

Bahnhof

Bahnhof: Bahnhofanlage, Fotograf: T. Schwerdt

Das neoklassizistische Bahnhofgebäude wurde im Zuge der 1870 eröffneten Rheinbahn (Mannheim - Karlsruhe) errichtet. Nach teilweiser Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Bahnhof in vereinfachter Form wiederaufgebaut (heute in Privatbesitz). Die Bahnsteigüberdachung datiert aus dem Jahr 1898. Repräsentative Bürgerhäuser der Gründerzeit säumen die vorgelagerte Bahnhofanlage.

Rathaus

Rathaus: Hebelstraße1, Fotograf: T. Schwerdt  

1821 entstand nach den Plänen von Jacob Friedrich Dyckerhoff, einem Schüler des badischen Baumeisters Friedrich Weinbrenner, ein Neubau des Rathauses im Stil des Klassizismus. Die klar gegliederte Fassade wird dominiert von einem zentralen Giebelfeld mit Thermenfenster. Der Verwaltungssitz beherbergt eine Bildergalerie von Schwetzinger Künstlern und des international bekannten Fotografien Horst Hamann.

Kirche St. Pankratius

Kirche St. Pankratius: Schlossstraße 2 , Fotograf: T. Schwerdt 

Das älteste Gotteshaus der Stadt erhielt seine spätbarocke / frühklassizistische Fassade im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts durch die Hofbaumeister Sigismund Zeller, Franz Wilhelm Rabaliatti und Nicolas de Pigage. Der Innenraum entfaltet mit dem barocken Hochaltar, den Skulpturen (u. a. des Hofbildhauers Paul Egell) und den Malereien eine vielfältige, künstlerische Pracht.

Xylon Museum

Xylon Museum/Invalidenkaserne: Kronenstraße 17, Fotograf: T. Schwerdt

Nachdem im Jahre 1766 die alte kurfürstliche Kaserne abgerissen worden war, erhielt das Garde-Regiment zu Fuß 1774 ihre neue Kaserne im kurfürstlichen Baumagazin. Nach Wegzug des Hofes nach München (1778) behielt es auch in großherzoglich badischer Zeit diese Verwendung. Heute beheimatet es (neben der Stadtbücherei) das „XYLON - Museum + Werkstätten“ (www.xylon-museum.de).

Blau Museum

Blau-Museum: Hebelstraße 2,    Fotograf: T. Schwerdt

Blau ist nicht nur eine mit vielen Bedeutungen behaftete Farbe, sie ist auch Schwetzingens Stadtfarbe und ziert das Wappen der Wittelsbacher, dem die Kurfürsten der Kurpfalz angehörten. Das Blau-Museum (Träger Blau e.V.) präsentiert seit Juli 2017 als erstes seiner Art die faszinierende Kunst- und Kulturgeschichte der Farbe Blau (www.museumblau.de).

Kurfürstlicher Marstall

Kurfürstlicher Marstall: Carl-Theodor-Straße 8 , Fotograf: T. Schwerdt 

Der kurpfälzische Generalissimus, Prinz Friederich von Pfalz-Zweibrücken, ließ 1750/52 den kurfürstlichen Marstall erbauen. 1759 kaufte Kurfürst Carl Theodor den Gebäudekomplex an und ließ ihn erweitern. Ab 1803, nachdem die Kurpfalz aufgelöst und die rechtsrheinischen Gebiete dem Großherzogtum Baden zugekommen waren, diente der Marstall als Kaserne der Badischen Leibdragoner (heute private und gewerbliche Nutzung). Besonders erwähnenswert ist das prachtvolle kurfürstliche Wappen oberhalb des zentralen Durchgangs.

Evangelische Stadtkirche

Evangelische Stadtkirche : Mannheimerstraße 34, Fotograf: T. Schwerdt

Die Evangelische Stadtkirche wurde 1758 als reformierte Kirche erbaut, von 1884-88 erweitert bzw. umgebaut. In dem in den Jahren 1912-13 umgestalteten Innenraum ist besonders das dreiteilige Jugendstil-Glasfenster im Chor und die im Stil der Neorenaissance verfassten Glasfenster an den Seitenwänden hervorzuheben, die Porträts der Reformatoren Martin Luther und Philipp Melanchthon zeigen.

Hildaschule

Hildaschule: Hildastraße 1,  Fotograf: T. Schwerdt

Das stattliche Schulgebäude wurde 1900 errichtet. Den Namen Hildaschule erhielt die Volksschule zu Ehren der Großherzogin Hilda von Baden erst im Jahre 1912. Eine Erweiterung des Schulgebäudes um zwei Flügelbauten erfolgte 1914. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Schulbetrieb ausgelagert und ein Reservelazarett eingerichtet. Seit Kriegsende dient das Gebäude rein schulischen Zwecken (Privatgymnasium).

Hebelplatz/Platz der Freundschaft

Hebelplatz: Platz der Freundschaft, Fotograf: T. Schwerdt

Relikt eines im Jahre 1870 aufgelösten Friedhofes ist das Grabmonument des alemannischen Dichters und Prälaten Johann Peter Hebel, der 1826 in Schwetzingen verstarb. Sein Porträt von Heinz Friedrich findet sich in einem Wandgemälde an einem angrenzenden Gebäude wieder. Motivbänke und Baumpflanzungen verweisen auf die Partnerstädte Schwetzingens, und definieren so den Ort als Platz der Freundschaft.

Sudhaus Welde

Sudhaus Welde: Herzogstraße 3 , Fotograf: Uschi Wetzel

Die Welde-Brauerei wurde 1752 als kleine Hausbrauerei des Gasthauses „Grünes Laub“ in der Mannheimer Straße 2 gegründet. Als Folge der Expansion wurde 1934/35 ein mehrstöckiges Sudhaus in der Herzogstraße mit einer stattlichen Höhe von 36 m erbaut. Das heute in Privatbesitz befindliche Gebäude ist eines von wenigen Beispielen in Schwetzingen, die eine Bauhaus-Ästhetik aufweisen.

Zum Rothen Haus

Zum Rothen Haus: Dreikönigstraße 6, Fotograf: T. Schwerdt

In dem denkmalgeschützten Gebäude bestand für mehr als 200 Jahre das Gasthaus „Zum Rothen Haus“, in dem 1763 die Familie Mozart Herberge bezog. Der siebenjährige Wolfgang Amadeus Mozart gab am 15. Juli gemeinsam mit seiner älteren Schwester Nannerl ein Konzert am kurfürstlichen Hof. Sein Vater, Leopold Mozart, berichtet in einem seiner berühmten Briefe, dass seine Kinder „ganz Schwetzingen in Bewegung gesetzet“ haben.

Südstadtschule

Südstadtschule: Moltkestraße 2, Fotograf: T. Schwerdt

Die Grundsteinlegung zur Großherzoglich Badischen Realschule erfolgte im Jahre 1909. Im Folgejahr konnte das prachtvolle Jugendstilgebäude seiner Nutzung überführt werden. 1944/45 war hier ein Feldlazarett der Wehrmacht im Schulhaus untergebracht. Nach der Kapitulation am 8. Mai 1945 besetzten amerikanische Truppen das Gebäude. Nach Abzug der Truppen wurde es wieder als Schule genutzt.

Drais'sches Forstinstitut

Drais'sches Forstinstitut: Forststraße, Fotograf: T. Schwerdt

Das heutige Forstamt wurde 1760 erbaut. Hier wohnte und arbeitete u.a. Oberforstmeister Friedrich Heinrich Georg Freiherr von Drais (1803-07), der ab 1804 mit Gartendirektor Johann Michael Zeyher ein Arboretum im Schlossgarten anlegte. Daneben betrieb er eine private forstliche Meisterschule, in der von 1805-07 sein Neffe, der Erfinder Karl (Freiherr von) Drais unterrichtete. Am 12. Juni 1817 fand die erste Fahrt seiner Laufmaschine vom Mannheimer zum Schwetzinger Schloss statt. Die Fahrt endete vorzeitig am Relaishaus.

Ysenburg'sches Palais

Ysenburg'sches Palais: Forststraße, Fotograf: T. Schwerdt

Das Ysenburgische Palais wurde 1760 nach Plänen des Hofbaumeisters Franz Wilhelm Rabaliatti erbaut, und von Angehörigen des kurfürstlichen Hofstaates (Oberhofgärtner von Wynder und Fürst zu Ysenburg) bewohnt. Erweiterungsbauten entstanden 1775 und Ende des 19. Jahrhunderts. Gustav Bassermann und seine Gattin Clementine, die sich zeitlebens dem Gemeinwohl widmete, bewohnten ab 1864 den Gesamtkomplex.

Amtsgericht

Amtsgericht: Zeyherstraße 6,  Fotograf: T. Schwerdt

Das heutige Amtsgericht wurde 1725 als Prinzenhaus erbaut. Ab 1753 diente es als Gesandtenhaus, ab 1766 als Wohngebäude des Kurpfälzischen Oberbau- und Gartendirektors Nicolas de Pigage sowie dessen Nachfolger Friedrich Ludwig Sckell (ab 1796) und Johann Michael Zeyher (ab 1804). Der alemannische Dichter, Johann Peter Hebel, verstarb hier am 22. September 1826.

Oberes Wasserwerk

Oberes Wasserwerk: Zeyherstraße, Fotograf: T. Schwerdt

Das Obere Wasserwerk (heute Finanzamt) wurde um 1774 zum Betrieb der Wasserspiele des östlichen Schlossgartens errichtet. Es wurde mit zwei Wasserbehälter im Obergeschoss und zwei unterschlächtigen Wasserrädern ausgestattet, die von einer bis weit ins 19. Jahrhundert als technische Meisterleistung geltende Hydraulik angetrieben wurden.

Unteres Wasserwerk

Unteres Wasserwerk: Collinistraße 36, Fotograf: T. Schwerdt

Das Untere Wasserwerk, das zudem eine Knochenmühle betrieb, ist per Sonderführungen zu besichtigen.

Historischer Pfad

Tafel Bandkeramiker Gedenkstätte
Tafel Jüdische Gedenkstätte

Der Historische Pfad als begehbares Geschichtsbuch lädt Sie zu einer Reise in die Vergangenheit Schwetzingens ein. Zahlreiche Tafeln an historischen Orten und Gebäuden im Stadtgebiet erzählen von archäologischen Zeugnissen, von bedeutenden Persönlichkeiten, außerordentlichen Begebenheiten und dem Glanz der einstigen kurpfälzischen Sommerresidenz. Auf kürzeren oder längeren Rundgängen können Sie Schwetzingen selbst erkunden. Der offizielle Stadtplan (6,12 MB), der in der Touristinformation (Dreikönigstraße 1) erhältlich ist, beinhaltet die Stationen des Historischen Pfads, der stets erweitert wird. Ergänzt wird der Historische Pfad durch den Phoneguide „Schwetzingen hören“, der Sie auf lebendige Art und Weise zu ausgewählten Stellen in der Innenstadt und im Bereich des Schlosses führt.



Ansprechpartner

Touristinformation Schwetzingen
Dreikönigstraße 3
68723 Schwetzingen
Telefon: (0 62 02) 87-400
Fax: (0 62 02) 87-407

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