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Bestellung von Luftfiltern und CO2-Sensoren: Stadt Schwetzingen schafft zu Beginn des neuen Schuljahres mehr Sicherheit

Oberbürgermeister Dr. René Pöltl und der Leiter des städtischen Bauamts Joachim Aurisch (links) präsentieren das Raumluftfiltergerät der AVR und den CO2-Sensor. Foto: Baisch

Um den Beginn des neuen Schuljahres in Zeiten von Corona für alle Schüler/innen, Erzieher/innen und Lehrkräfte so sicher wie möglich zu gestalten, wird die Stadt Schwetzingen mobile Raumluftfiltergeräte und CO2-Sensoren (so genannte CO2 Ampeln) beschaffen und zum Einsatz bringen. Da das Land Baden-Württemberg erst während der schon laufenden Sommerferien am 6. August die Bedingungen für ein entsprechendes Förderprogramm veröffentlicht hatte, und die Träger bis zum 20. August ihre Bedarfe ermitteln und anmelden mussten, wurde im Rathaus schnell entschieden und ein entsprechender Förderantrag gestellt.

Folgende Anschaffungen wurden konkret beschlossen:

Für die Grundschulen und den städtischen Kindergarten Spatzennest hat die Stadt für alle Räume mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit (so genannte „gefangene“ Räume) mobile Raumluftfiltergeräte bestellt. Dies betrifft sowohl Unterrichtsräume als auch Betreuungsräume. Zudem wurden für alle Schulräume in städtischer Trägerschaft sowie für alle Kinderbetreuungsräume (einschließlich Kindergarten Spatzennest) CO2 Sensoren beantragt.
Damit richtet sich die Stadt Schwetzingen nach den Fördertatbeständen, welche die Förderrichtlinie des Landes vorsehen. Die Förderstruktur des Landes beruht dabei auf folgenden Prämissen: Die Förderung priorisiert die Schul- und Betreuungsräume für Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren, da diese noch nicht geimpft werden können; die Maskenpflicht bleibt bestehen, ebenso Schnelltests und Hygieneregeln. Zudem müssen alle Räume auch bei einem Einsatz von Luftfiltern alle 20 Minuten gelüftet werden. 

Stadt finanziert Kosten in Höhe von rund 44.000 EUR vor – Gemeinderat wurde informiert

Die CO2-Sensoren kosten die Stadt rund 11.000 EUR. Eine Förderung des Landes hierfür ist in Aussicht gestellt. Für die mobilen Raumluftfiltergeräte kommen Kosten in Höhe von rund 33.000 EUR auf die Stadt zu. Diese fördert das Land voraussichtlich zu fast 50 Prozent. Nicht gefördert werden jedoch Wartungs-, Reinigungs- und Instandhaltungskosten sowie Ersatzteile.
Das Land hat der Stadt jetzt mitgeteilt, dass diese angemeldeten Fördermittel reserviert wurden. Damit ist jedoch noch keine Förderzusage verbunden. Alle Beschaffungen erfolgen im Moment daher noch auf das Risiko der Stadt. Somit muss die Stadt rund 44.000 EUR vorfinanzieren. Abzüglich möglicher Gesamtfördermittel verbleiben voraussichtliche Gesamtkosten in Höhe von rund 28.000 EUR bei der Stadt. Aufgrund der Dringlichkeit wurde der Gemeinderat von Oberbürgermeister Dr. René Pöltl über diese Eilentscheidung bereits schriftlich informiert und wird zudem in seiner Sitzung Ende September noch einmal umfassend dazu informiert.

Stadt bestellt Raumluftgeräte bei der AVR

Um bereits zu Schuljahresbeginn Mitte September allen Kindern Sicherheit bieten zu können, hat die Stadt die Raumluftfiltergeräte bei der Firma AVR bestellt. Diese bietet eigene Raumluftfiltergeräte an, welche die Stadt bereits getestet und für gut befunden hat.
Mit diesem Maßnahmenpaket, plus der von der Stadt zur Verfügung gestellten Testkits für die weiterhin vorgesehenen zwei Testungen pro Woche in den Schulen, sieht sich Oberbürgermeister Dr. René Pöltl im Hinblick auf das neue Schuljahr gut aufgestellt. „Ich glaube, dass wir damit eine gute Lösung für unsere Schulen gefunden haben. Wir haben die vom Land Baden-Württemberg vorgesehenen Möglichkeiten genutzt, zugleich aber die tatsächlichen Rahmenbedingungen nicht aus dem Blick verloren. So sind die Luftfiltergeräte im Betrieb recht laut und halten die für Klassenräume allgemein geltenden Lärmschutzwerte im Betrieb nicht ein. Da sie zudem Zugluft produzieren und ein gewisses Restrisiko der Verkeimung besteht, werden die Schulen die Geräte nach der Pandemie sehr wahrscheinlich nicht mehr einsetzen. Mit unserer eher restriktiven Beschaffung liegen wir daher laut Auskunft des Gemeindetags auf Linie mit der Mehrzahl der Gemeinden und Städte im Land.