Breitbandausbau in Schwetzingen
Stadt und Kreis treiben Glasfaserausbau voran
Nicht immer löst es der Wettbewerb: Gemeinsam mit seinen 54 Städten und Gemeinden hat sich der Rhein-Neckar-Kreis auf den Weg gemacht und 2015 den Zweckverband High-Speed-Netz Rhein-Neckar gegründet. Dies ergibt die maximale Synergie für Planung, Gewinnung von Fördermitteln und die Umsetzung. Ziel ist ein flächendeckendes, bedarfsgerechtes und zukunftssicheres Glasfasernetz mit einer kommunalen Kommunikationsinfrastruktur mit kostengünstigen und schnellen Anschlüssen für Gewerbebetriebe und Haushalte. Das Netz ermöglicht den Zugang für alle anderen Dienstleister (open access). Parallel dazu hat die Deutsche Telekom seit 2016 ihr Breitbandnetz mit Ausnahme der Gewerbegebiete mit Hilfe der Vectoring-/Super-Vectoring-Technik leistungsmäßig sukzessive verbessert. Auch andere Anbieter, z.B. Vodafone, bieten schnelle Lösungen an. Stand 2025 sind laut Breitbandatlas des Bundes (Link s. unten) rund 97 % der Privathaushalte mit einem Breitbandanschluss > 200 Mbit/s versorgt. Bei den Unternehmen liegt der Anteil allerdings mit knapp 78 % noch darunter. Hier wird zukünftig verstärkt nach praktikablen Lösungen gesucht.
Stadtweiter Ausbau voraussichtlich ab 2026
Ein Ausbau durch Städte und Gemeinden in Wohngebieten ist nicht vorgesehen, da hier Lösungen aus dem Wettbewerb Vorrang haben. Das Interesse der privaten Anbieter an einem solchen eigenwirtschaftlichen Ausbau hat stark zugenommen. Derzeit plant die Telekom einen Ausbau ihres Glasfaserangebotes in Teilen Schwetzingen. Daneben hat auch die Deutsche Giganetz GmbH (DGN) ihr Interesse bekundet, dabei lohnt sich ein eigenwirtschaftlicher Ausbau nur, wenn eine gute Vorvermarktungsquote erreicht wird.