Aus dem Technischen Ausschuss am 6. Mai 2026

Ergebnisse der Stadtklimaanalyse vorgestellt

Der Technische Ausschuss hat in seiner Sitzung die Ergebnisse der Stadtklimaanalyse zur Kenntnis genommen und wichtige Weichen für den zukünftigen Umgang mit den Folgen des Klimawandels gestellt. Künftig sollen die Erkenntnisse der Analyse sowie der zugehörigen Planungshinweiskarte verbindlich in allen städtischen Planungen berücksichtigt werden.
Die Verwaltung wird zudem beauftragt, aufbauend auf den Ergebnissen ein kommunales Klimaanpassungskonzept zu erstellen. Dazu sind Große Kreisstädte nach dem Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz Baden-Württemberg (KlimaG BW) bis spätestens 30.06.2031 verpflichtet.
Die Untersuchung zeigt, dass Schwetzingen aufgrund seiner Lage im Oberrheingraben bereits heute stark von hohen Temperaturen betroffen ist und künftig mit einer weiteren Zunahme von Hitzetagen rechnen muss. Besonders dicht bebaute und stark versiegelte Bereiche weisen eine hohe thermische Belastung auf. Gleichzeitig kommt Freiflächen und Kaltluftströmen eine zentrale Bedeutung für die Durchlüftung und Abkühlung des Stadtgebiets zu.
Auf Basis der Analyse sollen gezielte Maßnahmen zur Klimaanpassung entwickelt werden. Dazu zählen unter anderem mehr Begrünung, Entsiegelung sowie der Erhalt wichtiger Freiflächen.
Die Finanzierung des Klimaanpassungskonzeptes kann voraussichtlich vollständig über Landesmittel gedeckt werden. Ziel ist es, die Lebensqualität in Schwetzingen langfristig zu sichern und klimabedingte Belastungen wirksam zu reduzieren.

Verwaltung präsentiert Klimabericht 2025

Der Technische Ausschuss hat den Klimabericht 2025 der Stadt Schwetzingen zur Kenntnis genommen. Der Bericht gibt einen Überblick über den Stand der Zielerreichung im Klimaschutz, städtische Aktionen und Maßnahmen sowie wichtige Erfolge des vergangenen Jahres.
Zu den wesentlichen Fortschritten zählt insbesondere der deutliche Ausbau der Photovoltaik im Stadtgebiet. Die installierte Leistung konnte 2025 um rund 22 Prozent gesteigert werden und liegt nun bei über 11 Megawatt. Auch im Bereich nachhaltige Mobilität wurden Erfolge erzielt: Mit dem Erreichen der AGFK-Qualitätsstufe wurde das Engagement der Stadt für den Fuß- und Radverkehr gewürdigt.
Innerhalb der Stadtverwaltung wurden ebenfalls wichtige Grundlagen geschaffen. So wurde im Rahmen des Projekts „Klimaneutrale Stadtverwaltung“ eine umfassende Treibhausgasbilanz erstellt, um zukünftige Maßnahmen gezielt planen zu können. Ergänzend dazu wurde im Projekt „Kommunales Energiemanagement“ erstmals ein Energiebericht erstellt, der die Verbräuche städtischer Liegenschaften detailliert analysiert.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Information und Beteiligung der Bevölkerung. Verschiedene Veranstaltungsformate wie der Klimastammtisch, die EnergieMesse und die ECOmobil-Gala, boten Gelegenheit zum Austausch und zur Sensibilisierung für Klimathemen.
Gleichzeitig zeigt der Bericht auch Herausforderungen auf. So stagniert die Nachfrage nach Energieberatungsangeboten und auch die Ausleihzahlen der VRNnextbike Leihfahrrädern sind nach einem starken Vorjahr zurückgegangen.
Neben dem Klimaschutz gewinnt zunehmend auch die Klimaanpassung an Bedeutung. Die laufende Stadtklimaanalyse bildet hierfür eine wichtige Grundlage.
Insgesamt verdeutlicht der Bericht, dass trotz erzielter Fortschritte weiterhin erhebliche Anstrengungen erforderlich sind, um die städtischen Klimaziele zu erreichen. Klimaschutz und Klimaanpassung bleiben zentrale Aufgaben für die kommenden Jahre.

Ausschuss berät zu Dachbefreiungen im Baugebiet „Schälzig“

Der Technische Ausschuss hat über die Erteilung von Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans „Schälzig“ nach §31 Abs. 3 BauGB (so genannter „Bauturbo“) vorberaten. Künftig könnten auf Grundstücken, die unmittelbar hinter dem Lärmschutzwall an der B 36 liegen, Dachaufbauten, Dachflächenfenster sowie weitere Öffnungen zur Belichtung auch auf der bislang eingeschränkten Nordseite zugelassen werden.
Hintergrund ist die veränderte Verkehrssituation: Seit der Abstufung der B 36 zur Ortsstraße im Jahr 2009 haben sich die Lärmbelastungen deutlich reduziert. Die ursprünglich aus Gründen des Schallschutzes festgelegten Einschränkungen gelten daher als nicht mehr erforderlich. Zudem ermöglichen technische Fortschritte im Schallschutz heute bessere Lösungen für gesunde Wohnverhältnisse.
Von der Regelung können insgesamt 16 Grundstücke mit 26 Wohnhäusern profitieren. Neben einem noch unbebauten Grundstück eröffnet die Entscheidung insbesondere auch bestehenden Gebäuden neue Möglichkeiten, Dachgeschosse auszubauen und die Wohnqualität zu verbessern.
Der Gemeinderat wird in seiner Sitzung am 20. Mai darüber entscheiden.

Ausbau der Zeyher-Grundschule zur Ganztagsschule

Der Technische Ausschuss hat den Ausbau der Johann-Michael-Zeyher-Grundschule zur Ganztagsschule vorberaten.
Das überarbeitete Raumkonzept setzt auf eine wirtschaftliche, bedarfsgerechte Planung und soll den maximalen Kostenrahmen von 9,95 Millionen Euro nicht überschreiten. Durch eine Reduzierung der Neubaufläche und eine stärkere Mehrfachnutzung von Räumen konnte die ursprünglich deutlich höhere Kostenschätzung erheblich gesenkt werden. Der Neubau soll künftig gemeinsam mit dem Bestandsgebäude eine funktionale und zukunftsfähige Ganztagsgrundschule ermöglichen.
Ziel ist es, alle notwendigen Räume für den Ganztagsbetrieb bereitzustellen, ohne dabei überdimensionierte Flächen vorzusehen. Gleichzeitig sollen pädagogische Qualität, Flexibilität und Nachhaltigkeit gewährleistet bleiben.
Die Fertigstellung des Neubaus ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Bei planmäßigem Verlauf könnte der Ganztagsbetrieb ab dem Schuljahr 2028/29 starten. Ein Großteil der Kosten soll durch Fördermittel gedeckt werden, sodass die finanzielle Belastung für den städtischen Haushalt reduziert wird.
Der Gemeinderat wird in seiner Sitzung am 20. Mai darüber entscheiden.

LED-Umrüstung der Innenbeleuchtung in der Nordstadt-Grundschule geplant

In der Nordstadt-Grundschule soll die bestehende Innenbeleuchtung auf moderne LED-Technik umgerüstet werden. Ziel der Maßnahme ist es, den Energieverbrauch zu senken, Betriebskosten zu reduzieren und zugleich die Beleuchtungsqualität zu verbessern.
Die Bauleistungen wurden öffentlich ausgeschrieben. Insgesamt sind sechs Angebote eingegangen, die derzeit geprüft werden. Die Vergabe erfolgt vorbehaltlich der Bewilligung von Fördermitteln.
Für die Maßnahme wurden Fördermittel beantragt. Die Stadt rechnet mit einer Förderung von rund 40 Prozent der Kosten. Die Umsetzung der Arbeiten ist in den Sommerferien geplant, um den laufenden Schulbetrieb nicht zu beeinträchtigen.

Sanierung der Scheffelstraße geht weiter

Die Stadt saniert die Scheffelstraße in mehreren Abschnitten. Nach der 2024 erfolgten Sanierung des Teilstücks im Bereich des Penny-Marktes, steht jetzt der Kreuzungsbereich Scheffelstraße/ Robert-Bosch-Straße zur Erneuerung an. Im Zuge der Baumaßnahme werden die Fahrbahn erneuert, ein Gehwegabschnitt zu einer Parkbucht für PKW umgestaltet und zur Verbesserung der Straßenentwässerung drei neue Anschlussleitungen hergestellt.
Im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung sind zehn Angebote eingegangen. Im Technischen Ausschuss wurde der wirtschaftlichste Bieter vorgestellt. Eine Beschlussfassung über die Vergabe ist in der Sitzung des Gemeinderats am 20. Mai vorgesehen.

Ampelanlage in der Zähringerstraße wird umgerüstet

Der Technische Ausschuss hat der außerplanmäßigen Ausgabe für den Umbau der Lichtsignalanlage an der Kreuzung Bodelschwinghstraße/ Zähringerstraße auf Kameradetektion in Höhe von 25.000 Euro zugestimmt. Grund sind defekte Induktionsschleifen im Fahrbahnbereich, wodurch das Verkehrsaufkommen nicht richtig erfasst und Ampelphasen falsch geschaltet wurden. Dies hatte in der Vergangenheit immer wieder zu langen Rückstaus stadteinwärts auf der Zähringerstraße geführt. Da der Austausch der Induktionsschleifen eine teure Sanierung der Fahrbahn im Kreuzungsbereich mit sich gebracht hätte, entschied sich die Stadt für die günstigere Umrüstung auf Kameradetektion.

Stadt übernimmt Kosten für Abbruch der Lagerhalle am Odenwaldring

Der Technische Ausschuss hat einer außerplanmäßigen Ausgabe in Höhe von rund 30.000 Euro zugestimmt. Die Mittel dienen der Erstattung der Kosten für den Abbruch einer bestehenden Lagerhalle auf dem Grundstück im Odenwaldring, das dem Tennisclub BW Schwetzingen e. V. übertragen wurde.
Auf dem Gelände plant der Tennisclub den Bau einer neuen Tennishalle. Die vorhandene Lagerhalle aus früherer Nutzung muss hierfür zunächst zurück gebaut werden. Der Abbruch soll durch ein vom Tennisclub beauftragtes Unternehmen im Zuge der anstehenden Bauarbeiten erfolgen. Die entstehenden Kosten werden von der Stadt übernommen.

Soweit nicht anders beschrieben, erfolgten die Beschlüsse einstimmig.
Die komplette Sitzung sowie die Vorlagen sind auch unter Gemeinderat online nachzulesen.

Ansprechpartner

Frau Andrea Baisch

Amtsleiterin

Fax +49 (62 02) 87 51 07
Gebäude Hebelstraße 1
Raum 204