Stadt Schwetzingen reduziert den Ausstoß von Treibhausgasen
Die Stadt Schwetzingen macht bei der Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen Fortschritte. Das zeigen die Treibhausgasbilanzen der Jahre 2022 bis 2024.
Die Ergebnisse der aktuellen Bilanzen zeigen eine deutliche Entwicklung: In der sogenannten Kernbilanz welche die Emissionswerte der kommunalen Liegenschaften, der Infrastruktur, des Fuhrparkes und der Dienstreisen umfasst, gingen die Treibhausgasemissionen von 4.844 Tonnen CO₂e im Jahr 2022 auf 4.409 Tonnen CO₂e im Jahr 2023 und auf 3.595 Tonnen CO₂e im Jahr 2024 zurück. Gegenüber dem Basisjahr 2022 entspricht dies einer Reduzierung um 26 Prozent.
Nach dem Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz (KlimaG BW) des Landes muss Schwetzingen bis 2040 Netto-Treibhausgasneutralität erreichen. Für die Stadtverwaltung bedeutet dies, die eigenen Treibhausgasemissionen systematisch zu erfassen, Maßnahmen zur Reduzierung umzusetzen und die Entwicklung regelmäßig zu überprüfen. Die Bilanzierung wurde daher in Zusammenarbeit mit der energielenker projects GmbH erstellt und durch das Ministerium für Umwelt, Klima- und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg gefördert.
Maßnahmen zeigen Wirkung
Die wesentlichen Emissionsschwerpunkte der Kommunalverwaltung liegen in den Bereichen städtische Liegenschaften – insbesondere bei Wärmeversorgung und Strom – sowie bei der Infrastruktur, also Straßenbeleuchtung, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Die Emissionen aus der Mobilität machen zusammen weniger als zehn Prozent der Gesamtemissionen aus.
Bereits seit 2022 setzt die Stadt daher verschiedene Maßnahmen zur Energieeinsparung und Emissionsminderung um. Dazu gehört unter anderem die Umstellung der Wärmeversorgung des Rathauses, des Bauamts und des Ordnungsamts auf von Erdgas auf Fernwärme im Jahr 2023.
Auch bei der Straßenbeleuchtung wird der Energieverbrauch kontinuierlich reduziert. Die Umrüstung auf LED steht kurz vor dem Abschluss. Der jährliche Stromverbrauch je Kilometer konnte dadurch bereits deutlich von 8.237 kWh im Jahr 2022 auf 7.124 kWh im Jahr 2024 gesenkt werden. Damit nähert sich die Stadt dem angestrebten Zielwert von 5.000 kWh je Kilometer Straßenbeleuchtung und Jahr weiter an.
Weitere Schritte auf dem Weg zur Klimaneutralität
Für die kommenden Jahre liegen die Schwerpunkte insbesondere auf der energetischen Sanierung des städtischen Gebäudebestands und dem weiteren Ausbau der Photovoltaik auf städtischen Dächern. Darüber hinaus soll die Wärmeversorgung weiter in Richtung grüner Fernwärme und Wärmepumpen umgestellt werden. Auch der Fuhrpark soll Schritt um Schritt weiter elektrifiziert werden. Dazu gehört auch der Aufbau einer passenden Ladeinfrastruktur.
„Die Entwicklung der vergangenen drei Jahre zeigt, dass konkrete Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Umstellung der Energieversorgung messbare Wirkung entfalten. Gleichzeitig machen die Bilanzen deutlich, in welchen Bereichen weiterhin Handlungsbedarf besteht“, so Annette Zinecker, Beauftragte für klimaneutrale Kommunalverwaltung der Stadt Schwetzingen.“

