Kiesabbau im Entenpfuhl
Fakten, Risiken und aktueller Stand
Das geplante Vorhaben im Gewann Entenpfuhl beschäftigt die Kommunen Ketsch und Schwetzingen sowie die gesamte Region bereits seit Jahren. Die Pläne der Firma Heinrich Krieger KG sehen vor, auf einer Fläche von rund 39 bis 45 Hektar Sand und Kies abzubauen und ein angeschlossenes Transportbetonwerk zu errichten. Während die Rohstoffgewinnung von wirtschaftlicher Bedeutung für die regionale Bauwirtschaft ist, stehen dem Projekt ökologische und infrastrukturelle Bedenken gegenüber.
Die Kernpunkte der Debatte im Überblick:
Natur und Klima: Für das Vorhaben müssten weitläufige Waldflächen weichen. Kritiker und Kommunalverwaltungen weisen darauf hin, dass dadurch wichtige Kühlungs- und Wasserspeicherfunktionen für das lokale Klima verloren gingen.
Grundwasserschutz: Der geplante, rund 35 Meter tiefe Baggersee wirft Fragen bezüglich langfristiger Veränderungen der Grundwasserströme und der Sicherheit der Trinkwasserversorgung auf.
Verkehrsbelastung: Gutachten gehen von mehreren hundert zusätzlichen Lkw-Fahrten pro Tag aus, was die ohnehin belasteten Verkehrsknotenpunkte der Region (A6/B39) weiter strapazieren würde.
Aktueller Status des Verfahrens (2026)
Die Anhörung der beteiligten Gemeinden durch das Wasserrechtsamt des Rhein-Neckar-Kreise ist erfolgt. Die Gemeinden Ketsch und Hockenheim sowie der Gemeinderat Schwetzingen haben sich in offiziellen Stellungnahmen einstimmig gegen den Kiesabbau im Entenpfuhl ausgesprochen. Aufgrund der Komplexität der Sachverhalte und der Größe des Verfahrens ist nicht mit einer schnellen Entscheidung in der Sache zu rechnen.
Auf dieser Seite halten wir Sie über alle neuen Entwicklungen, Gutachten und Termine zum Thema auf dem Laufenden.
Sitzungsvorlage aus dem Gemeinderat Schwetzingen
Stellungnahme im Anhörungsverfahren zum Kiesabbau im Entenpfuhl
Gemeinderat Schwetzingen:
SessionNet | Stellungnahme im Anhörungsverfahren zum Kiesabbau im Entenpfuhl