Geschichte erleben und Freundschaften vertiefen

Siebte Bürgerreise führt die Schwetzinger Delegation nach Colonial Williamsburg und Washington – Feuerwehraustausch als besonderes Zeichen der Partnerschaft

Nach den ersten ereignisreichen Tagen in der amerikanischen Partnerstadt Fredericksburg standen für die Reisegruppe um Oberbürgermeister Matthias Steffan und Städtepartnerschaftsbeauftragte Sabrina Cass weitere spannende Begegnungen und Einblicke in die amerikanische Geschichte auf dem Programm.

Beim „Tag der besonderen Interessen“ verbrachten die Teilnehmer Zeit mit ihren amerikanischen Gastgebern und konnten persönliche Kontakte vertiefen. Ein Tagesausflug führte die Gruppe nach Colonial Williamsburg. Das Freilichtmuseum zeigt die restaurierte Hauptstadt der britischen Kolonie Virginia aus dem 18. Jahrhundert und vermittelt einen anschaulichen Eindruck vom damaligen Leben.

'Vom Rhein zum Rappahannock'

An der University of Mary Washington fand unter dem Titel „Vom Rhein zum Rappahannock“ eine Podiumsdiskussion unter der Leitung von Professor Dr. Marcel Rotter statt. Im Mittelpunkt standen die deutsch-amerikanischen Beziehungen und die Bedeutung des transatlantischen Austauschs.

Auch ein Tagesausflug nach Washington, D.C., durfte nicht fehlen. Dort konnten die Teilnehmer bedeutende Sehenswürdigkeiten besichtigen oder die amerikanische Hauptstadt individuell erkunden. Ein freier Tag bot anschließend Gelegenheit, Fredericksburg mit seinen Geschäften und Museen oder bei einem Spaziergang entlang des Rappahannock River näher kennenzulernen. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Abschiedsabend als „BBQ Potluck“, bei dem Gastgeber und Gäste die Erlebnisse der vergangenen Tage in geselliger Runde Revue passieren ließen.

Feuerwehr-Austausch: Kameradschaft kennt keine Grenzen

Ein besonders wertvoller Bestandteil der Bürgerreise war der sechstägige Aufenthalt von Jonas Schäfer, Feuerwehrmann aus Schwetzingen, bei der Feuerwehr in Fredericksburg. Er durfte den amerikanischen Feuerwehralltag unmittelbar miterleben und wurde von Beginn an herzlich in die Mannschaft aufgenommen.

Während zweier 24-Stunden-Schichten auf den Feuerwachen 1 und 2 begleitete Schäfer die Einsatzkräfte bei insgesamt zwölf Einsätzen. Darüber hinaus nahm er an einem Aufzugstraining und einem sogenannten Mayday-Training teil, bei dem das richtige Verhalten von Feuerwehrleuten in lebensbedrohlichen Situationen geübt wird. Auch auf dem Trainingsgelände konnte er verschiedene Ausrüstungsgegenstände und Techniken kennenlernen. Ein Austausch mit der örtlichen Polizeileitung rundete das Programm ab.

Besonders beeindruckt zeigte sich Schäfer von den Unterschieden zwischen den beiden Feuerwehren. Während die Feuerwehr Schwetzingen überwiegend ehrenamtlich organisiert ist, arbeiten die Kollegen in Fredericksburg hauptamtlich in 24-Stunden-Schichten. Auch die Einsatzschwerpunkte, Fahrzeugtypen und Vorgehensweisen bei der Brandbekämpfung unterscheiden sich teilweise deutlich.

Was jedoch überall gleich ist, ist der Zusammenhalt. „Feuerwehr und Kameradschaft kennen keine Ländergrenzen“, lautet Schäfers persönliches Fazit. Er sei vom ersten Moment an wie ein Mitglied der Mannschaft behandelt worden. Die Erfahrungen und Kontakte, die er aus den USA mitbringt, sind ein besonderer Gewinn für die Feuerwehr Schwetzingen. Der Austausch zeigt eindrucksvoll, wie die Städtepartnerschaft durch gemeinsames Lernen, gegenseitige Wertschätzung und persönliche Freundschaften mit Leben gefüllt wird.

Vorfreude auf das Jubiläum 2028

Der Blick richtet sich bereits auf die nächste Bürgerreise: Ende März 2028 soll die Schwetzinger Delegation erneut nach Fredericksburg reisen. Anlass ist die 300-Jahr-Feier der amerikanischen Partnerstadt.

Die siebte Bürgerreise hat einmal mehr gezeigt, wie vielfältig die Städtepartnerschaft gelebt wird – durch Geschichte, Kultur, fachlichen Austausch und persönliche Begegnungen. Gerade Projekte wie der Feuerwehraustausch machen deutlich, dass aus einer Städtepartnerschaft weit mehr entstehen kann als ein Besuch: nämlich dauerhafte Freundschaften und wertvolle Erfahrungen, die auch in Schwetzingen weiterwirken.

Ansprechpartner

Frau Andrea Baisch

Amtsleiterin

Fax +49 (62 02) 87 51 07
Gebäude Hebelstraße 1
Raum 202