Konversionsprojekte

In Schwetzingen gibt es neben den beiden ehemaligen US-Kasernen "Tompkins Barracks" und "Kilbourne Kaserne" noch das Gelände des früheren Bundesbahnausbesserungswerks als Konversionsfläche.
Für diese Flächen gilt es in den kommenden Jahren geeignete Nachnutzungen zu finden. Die Weiterentwicklung der Flächen - insbesondere der rund 43 Hektar großen ehemaligen US-Kasernen - ist eine große Chance und zugleich eine Herausforderung für die gesamte Stadtentwicklung. Die ursprüngliche Idee, auf den Tompkins Barracks ein großes Wohngebiet zu entwickeln, wurden 2019 ad acta gelegt. Die Herausforderungen und die damit verbundenen Kosten insbesondere für den Lärmschutz wurden als zu groß eingestuft. Jetzt soll dort neben der vorhandenen Flüchtlingsunterkunft in den Altgebäuden ein ca. 17 ha großes Gewerbegebiet entstehen. Dazu haben Bund, Land und Gemeinde Anfang 2023 eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Ab 2025 soll dort Planungsrecht geschaffen werden. Parallel möchte sich die Stadt um den Erwerb der Flächen bemühen. Ab ca. 2028 könnten dort die ersten Betriebe einziehen.
Diese Planungen sind inzwischen jedoch vorerst auf Eis gelegt. Im Oktober 2025 stoppte das Bundesverteidigungsministerium die Umwandlung militärisch genutzter Liegenschaften in zivile Nutzungen, da aufgrund der geplanten Vergrößerung der Bundeswehr mit einem erhöhten Bedarf an Standorten gerechnet wird. Von diesem Verhandlungsstopp ist auch das Tompkins-Gelände in Schwetzingen betroffen. Die laufenden Gespräche zwischen Stadt und Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) wurden zunächst gestoppt.
Damit verschiebt sich der ursprünglich vorgesehene Zeitplan auf unbestimmte Zeit. Bis zu einer Entscheidung des Bundes über die künftige Nutzung der Liegenschaft können die weiteren Schritte zur geplanten zivilen Entwicklung des Tompkins-Geländes – insbesondere die Wertermittlung, der mögliche Flächenerwerb durch die Stadt und die Aufstellung des Bebauungsplans – zunächst nicht wie vorgesehen weitergeführt werden. Wann und in welcher Form die Planungen wieder aufgenommen werden können, hängt von der Entscheidung des Bundes über den zukünftigen Bedarf an den Flächen ab. Die Stadt Schwetzingen hat signalisiert, den Gesprächsfaden mit Bund und BImA zu gegebener Zeit wieder aufnehmen zu wollen.

Aktueller Stand: Moratorium

Umwandlung von Liegenschaften der Bundeswehr ausgesetzt

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Amtsleiter

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